Tag 9 – Zwischen Wein, Kunst und Alltag

Etwas spät komm ich aus dem Bett. Nach dem Frühstück, dass ebenfalls etwas seltsam war, fahren wir auf Nebenstraßen nach Siena. Auf dem Weg dort hin, kommen wir an einem kleinen Festungsort “Monteriggioni” vorbei. Dieser Ort war früher ein stabiles Bollwerk gegen die (lieben Smiley) Nachbarn in Florenz. Der Reiseführer meint, klein aber fein … also rein. Während des Rundgangs durch die Gässchen in der Festung, stoßen wir auf eine Pilgerherberge, an der ein älterer Herr einige Bilder zum Verkauf anbietet. Eines davon gefällt mir auf Anhieb und Heidi ebenfalls. Auf einmal kommt uns der Gedanke, wir könnten es uns ja gemeinsam zum Geburtstag schenken. Der ältere Herr, Giovanni heißt er, macht uns einen Preis und auf weiteres Nachfragen wird es dann günstiger. Irgendwie kommt mir das ganze dann seltsam vor und wir erbitten in der Kirche nebenan, die Hilfe und den Rat unseres Herrn. Der hatte natürlich Mitleid mit dem lieben Giovanni und riet uns zum Kauf. Ehe wir uns versahen, gingen wir mit einen Landschaftsbild der Toskana, das uns Giovanni (übrigens … der Maler und 78 Jahre jung) liebevoll verpackte, zu unserem Auto.
Ist das eigentlich wahr, was ich hier schreibe …?
Mit der “Beute” im Kofferraum kommen wir nach Siena und finden einen kostenlosen Parkplatz. Von dort tippeln wir dann in Richtung Piazza de Campo. Ich war schon einige Male hier und finde diesen Ort jedes mal wieder toll. Am Duomo nebenan gibt es auch Obst und wir stärken uns mit gleichem. Überall gibt es viele Verlockungen, denen wir aber widerstehen. Auf dem Weg zum Auto nehmen wir dann frische Pizza (1€ für das Stück) auf. Ein nettes Mädel versorgt uns gut. Auf einmal kommen einige Jungs in die Pizzeria und nehmen sich einige Getränkedosen, bezahlen aber nicht alle. Ist doch Diebstahl! Ein Hinweis an das Mädel wird mit einem “Ich kenne die und hab das auch gemerkt” quittiert. Angst oder was auch immer … ich fühle mich nicht gut. Und irgendwie schäme ich mich, für ein solches Verhalten dieser Bengel. Zurück zum Auto … das Wetter zieht sich zu und leise regnet es.
Unterwegs kaufen wir noch was Chianti im Chianti und fahren zum Hotel. Für heute ist es genug.

PS: Heidi hat mal wieder die Säge ausgepackt … obwohl hier doch nur Weinreben sind. Wenn die so weiter macht, aber keine mehr …

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Tag 8 – Von der Lagunenmetropole nach Manhattan

Ein letztes Mal frühstücken wir in unserem Cafe am Campo San Stefano. Die Panninis sind einfach unschlagbar. Langsam tappeln wir mit unserem Gepäck nach Zattere und warten auf unsere Fähre nach Fusina. Dort angekommen, holen wir das Auto vom Parkplatz und fahren weiter gen Süden. Ziel ist ein Weingut nahe San Gimignano. Wir kommen dabei auch direkt an Ferrara vorbei, sehen aber nirgendwo Auswirkungen des Erdbebens. Es hat wohl einige Ortschaften erwischt, aber die richtig heftig. Die Autobahn kostet uns nach 220km mal eben 18€. Das letzte Stück geht über die Landstraße. Da hier alles gut beschildert ist, landen wir schnell in unserem Hotel, mitten in den Chianti Hügeln. Nachdem wir unsere Sachen deponiert haben, machen wir uns auf den Weg nach Manhattan. Ja, man nennt es auch das Manhattan des Mittelalters. Wegen seiner “Geschlechtertürme”; San Gimignano. Im Gegensatz zu Manhattan, stehen da aber noch die Twin Towers.
Nach einem Rundgang durch die gut erhaltene Altstadt und einem Eis von der besten Gelateria (das hatten wir aber schon mal in Halifax Smiley) fahren wir wieder aufs Landgut zum Abendessen. Das soll gut sein, war es aber nicht. Irgendwie lieblos und derb. Dazu noch ein Lärm der weiteren Gäste. Eine Wiederholung wird wegen allgemeiner Enttäuschung abgelehnt. Also ab in die Heia…

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