Tag 5 – Nach Mai Chau in die Berge

Zeitig geht es nach dem Frühstück raus aus Hanoi, über große Straßen. Diese Stadtviertel sehen schon ganz anders aus als der alte Kern. Überall wird gebaut, Hochhäuser … ja ganze Straßenzüge entstehen und stehen leer. Es gibt einen großen Run vom Land in die Stadt. Jeder möchte hier sein Glück machen.

Nach einem guten Stück Highway geht es auf der Landstraße immer weiter bergauf. Entlang der Straße sind viele Dörfer, erstaunlich viele Tankstellen und immer wieder Reisfelder. Für die ca. 160 km werden wir 5 Stunden brauchen. Unser Bus (nicht der stärkste) quält sich langsam über die holperige Straße und an den vielen Steigungen sind viele Mopeds schneller.

Nach einem großen Pass erreichen wir schließlich das Tal von Mai Chau. Umrahmt von Bergen sieht man im Talboden überall Reisfelder. Die Einwohner, eine Minderheitengruppe, trägt tradionelle Kleidung. Überall sieht man die typischen Holzhäuser. Das erinnert mich stark an die Bergvölker in Nordthailand. Schließlich erreichen wir unser kleines Dorf, wo wir die Nacht verbringen werden. Es besteht aus einer Reihe von Langhäusern. In einem werden wir alle zusammen oben in einem Raum schlafen. Nach einem tradionellen Mittagsessen legen sich die meisten für ein Mittagsschläfchen hin. Ich mache einen kleinen Rundgang durch das Dorf und suche nach lohnenden Fotomotiven.

Nach der Mittagspause geht die Gruppe auf einen Rundgang durch die Reisfelder. Wir bleiben jedoch im Dorf. Es ist uns einfach zu warm. An einem Webstuhl, sitzt eine alte Frau und webt einen tradionellen Schal. Ich schau ihr zu, mach einige Bilder und kauf schließlich einen dieser Schals. Für ca. 4 € erstehe ich eine Handarbeit, die 2-3 Tage braucht. Die Leute leben ja schließlich von der Arbeit.

Am Abend sitzen wir gemeinsam zusammen, Essen, reden und haben Spaß. Nebenan gibt eine Gruppe junger Menschen eine Tanzvorführung. Die Musik klingt für mich irgendwie vertraut. Um 10 geht’s dann ins Bett. Unterm Moskitonetz ist man einigermaßen sicher vor den zahlreichen Quälgeistern und wir haben eine ruhige Nacht.

 

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