Tag 20 – Im Mekong Delta, Richtung Grenze nach Chau Pho

Am Morgen entstehen einige Diskussionen, ob wir heute mit dem Schnellboot fahren oder nicht. Aber es kommt nur die Busfahrt nach Chau Pho. 120km … 3,5 Stunden … Wieder mal über stark bebaute, belebte und langsame Trassen. Wir sind im Mekong Bereich. Schwemmland; der Fluss hat hier überall Sedimente abgelagert. Kanäle, an denen die Menschen in Wellblechhütten leben, die auf Pfählen stehen. Land das von kleinen Kanälen umgeben ist, auf dessen so entwässerten Arealen einfache Häuser stehen. Die Gegend ist arm. Das sieht man sofort. Das meiste Leben findet aber entlang der Straße statt. Und die wird, wie scheinbar alle hier in Vietnam, ausgebaut. Die Verbindung Richtung Grenze ist wichtig. Wird doch in Kambodscha vieles hergestellt, dass in Vietnam teurer wäre. Verrückte Welt … von Gewinn und Gier. Und wir machen uns Sorgen über alles Mögliche Zuhause. Wir leben doch Zuhause im Schlaraffensupermarkt.

Irgendwann am frühen Nachmittag erreichen wir dann in Chau Pho unser Hotel. Wir bekommen unsere Zimmerschlüssel und finden eine kleine „Präsidentensuite“ vor. Unsere Pässe mussten wir abgeben … Wegen der Grenznähe … ? Ob die glauben wir reisen 3x rüber, oder hauen einfach ab. Tssss

Am Nachmittag erkunden wir den Ort, gehen über den großen Markt zum Fluss. Auf diesem sind etliche kleine schwimmende Dörfer. Kein Vergleich zu gestern Abend. Am frühen Abend… im Internet finden wir ein kleines einfaches Restaurant mit guter Bewertung… essen wir gut und preiswert. Mama kocht und versorgt zwischendurch die Kätzchen (eine benutzt mein Bein als Kratzbaum). Papa schaut dem Leben auf der Straße zu. Tante hilft beim Zuschauen und renkt sich gleichzeitig den Hals zum Fernseher, wo eine Familysoap läuft. Harmonie pur … Einen Unterschied zwischen Privat und Arbeitsleben gibt es hier nicht.

An einem kleinen Kreisverkehr üben wir uns im Menschen auf Mopeds fotografieren. Die meisten von denen, die das mitbekommen, winken… lachen und finden das Klasse. Wir hören damit auf, sonst passiert noch ein Unfall.

Auf dem Zimmer bringt Monika uns noch die Formulare für die Einreise nach Kambodscha. Die füllen wir schon mal aus, damit das Morgen zügig geht. Wir sind früh zu Bett. Morgen gehts sehr zeitig los … und dann wohl wirklich auf das Schnellboot.

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